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Sie befinden sich auf der Website des Archivs für populäre Musik im Osten (ArPMiO). Das 2018 in Dresden gegründete Archiv versteht sich als Bewahrer und Vermittler populärmusikalischer Dokumente – von Jazz über Schlager bis Volksmusik –, die während des Zeitraums 1945-1989 in den mittel- und osteuropäischen Staaten unter kommunistischer Herrschaft entstanden sind.

Dies in dem Glauben, dass die Trennung der Gesellschaftssysteme im Kalten Krieg auch unterschiedliche Musiken hervorgebracht habe. Im »Westen« existierte ja ein freier Musikmarkt, im »Osten« jedoch war er durch eine diktatorische Musikpolitikdurchsetzung geprägt. Dem internationalen, in diesem Zeitraum vor allem an US-amerikanischen Musikproduktionen orientierten Markt sollte durch Gesetzgebung und Regulierungsmaßnahmen eine individuelle, nationale wie sozialistische Alternative gegenüber gestellt werden.

Hatte diese Form von Kulturpolitik tatsächlich einen nachweisbaren Einfluss auf die Musikpraxis? Das heißt konkret, provozierte sie die Entstehung eigenständiger Genres, deren Stilmerkmale sich womöglich bis in unsere Gegenwart auf die hier produzierte Musik auswirken? Auch diese Frage möchte das ArPMiO mit seiner Arbeit zur Diskussion stellen.

Neuerscheinungen zu Populärer Musik im Osten

Diese Website besteht aus einem Blog, in dem aktuelle Forschungsergebnisse zu dem hier archivierten Material vorgestellt werden, sowie einer Dokumentensammlung, welche nach und nach einen Großteil der Archivalien digitalisiert der interessierten Öffentlichkeit und Wissenschaft zur Verfügung stellen wird.

In der deutschsprachigen Version der Website wird vor allem der östliche Teil Deutschlands, die ehemalige DDR, präsentiert. Auf der englischsprachigen Variante finden sich überwiegend Beiträge zur kommunistisch geprägten populären Musikkultur in mittel- und osteuropäischen Staaten wie Tschechien, Ungarn oder Litauen.